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Hörfunk: Seit 1984 Funkbilder aus Hessen. Essays und Features über europäische Dichter: Elias Canetti.*) Adam Karillon, dem ersten Büchner-Preisträger. Robert Walser. Miroslav Krleza. 33 Autoren im Gespräch: Paul Nizon. Fritz Rudolf Fries. Viktoras Pivonas. Hermann Burger. Christoph Meckel. Helga Schütz. Ilse Aichinger. Heinrich Schirmbeck. HR Funknovellen über europäische Regionen: Umbria Verde. Genazzano. Lubéron. Liebesreisen durch Frankreich ... SFB Hörgeschichten. Fernsehen. HR: Zwölf Hessische Landschaftsbilder, 1985 - 89. Odenwald. Knüll. Rhön. Vogelsberg, Marburg. Wetterau. ARD: Lacoste und Lubéron. Heimat des Marquis de Sade - Reisewege zur Kunst 1986; Glockenjahr 1986; Weg sind die Wege. Filmerzählung aus der Oberlausitz 1991; Görlitz 1991. MDR: Horizont aus Hügeln. Filmerzählung aus dem Obereichsfeld. Seit 1992 Beiträge für Hessische und Thüringische Bilderbogen. SDR/SWF Seit 1987 Miniaturen: Dostojewski in Bad Ems. Hermann Lenz in Hohenlohe. Ausonius Mosella. Hermann Hesse in Calw. ... Drehbücher: Die RÜSCHAUSJUNGFRAU.Annette von Droste-Hülshoff. 1988. Drehbuchpreis des Kultusministers NRW 1988. DIE RINDENKLOPFERIN. Waldundwiesenkrimi. 1988. DAS BUSINESSKRAUT . Öko-Kriminalspiel. Nach Fernseh-Dokumentarfilm über Flachs und Raps statt Benzin zum Traktoren-Fahren, Liebesgeschichte zwischen Dorf und Stadt, PR-Firma in Frankfurt. Kriminelle Geschäfte mit dem Zukunfts-Kraut. 1. Fassung 1995

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Film und Buch 2006: Franzosenwiesen. Auszug :


Den Waldweg laufen sie langsam auf das weißliche Lichtloch hinter der Grasnarbe zu. Von Schwabendorf im Frühtau zu Burgwaldberge. Immer waldiger wird es, Dämmerung weicht der Morgenhelle, in die zusehends Graulilalicht einfällt. Als sich der Sonnenball durch die Baumstämme empor rollt, fallendes Licht Nebelschichten regenbogenbunt einfärbt, das Grün der Bäume und Wiesenmatten erbleicht, sind die Franzosenwiesen erreicht. An die Elektroabsperrung hab ich sie in den Franzosenwiesen geworfen,  mit dem leeren Draht hab ich sie gewürgt, wollte loslassen, als sie röchelte, die Spannungspein hat mir durch Mark und Bein gekrampft bis in die Hand, geballt um Kopf, Hals und Draht, aus Versehen verkrampft, gezwungen, zugezogen. Hab nicht mehr loslassen können. 


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"Fliegen die Rabenkrähen von Osten her ein .... " Buch- und Film-Text. Roman begleitet das Team des HR Frankfurt 1990 auf Spurensuche durch die Oberlausitz und vor allem Görlitz, Zitate aus meinem Debut bei Insel/Suhrkamp "Wasserschierling" 1979. Frühe Stimmen zu Görlitz, Vaters Vorfahren sind dort Klosterbauern gewesen. Weiter siehe unter Titeln


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HINTERSTIRN-FILME sind ihre Bücher, sagen die >einfachen Leute<. Ich mache die Augen zu, damit ich Ihre Bilder besser sehen kann.


CURTIUS, Mechthild Elisabeth, Dr. phil. habil. Frankfurt am Main Tel & Fax 069-595945 Email: me@drcurtius.de. Autorin <5>BÜCHER Mode und Gesellschaft, Europäische Verlagsanstalt 1971/1973. Verdinglichung in Elias Canettis Roman Die Blendung, Bouvier 1972. Theorien der künstlerischen Produktivität, Suhrkamp 1975. Wasserschierling. Geschichten, Insel 1979. *) Juni für EW Jelängerjelieber. Roman, Benziger 1983. Autorengespräche. Verwandlung der Wirklichkeit. S. Fischer 1991. Neiße und Pleiße. Roman, Aufbau 1999 1) Oberlausitz 2) Leipzig&Sachsen Im Rüschhaus und anderswo. Schöningh & Ardey 1995. Prosa aus Westfalen. ROMANE als Typoskript. KOPFNUSS. 1989. SCHALTTAG. 1992. BERNSTEIN. 1997. NEIDKOPF. Marburger Universitäts-Roman. Sprach-Studium ~Stadtrundgang ~Medizinische Experimente Plastische Chirurgie, Geschlechtsumwandlung 1888. GRENZEN-LOS.Roman eines Flussschiffers, von Donau bis Atlantik. UNLAND. Hundert Erzählungen. WaldundWiesen-Geschichten KÜNSTLERDRUCKSACHEN (mit dem Maler Olaf Hauke) >Edition Curtius & Hauke<: Sprichwörter 1989; Wortbilder 1991; Miniaturen 1993; So versteht sich Europa ~ Private Provinzen 1996; Pasticci & Capricci 1999; Blautopf - Das Detail des Sujets 2001; Krumau - Bericht f. d. Kunstbehörde 2001; Krumau - Schöne Stellen 2001; Grabgabe 2003. BLEIZEIT. ZEITBLEI. 2 Bände - Erzählungen. 2003 ● Bücher und Editionen: (einzelne Exemplare über Internet-Antiquariate erhältlich) Verfügbar in Staats- und Universitäts- Bibliotheken, Museen und Literatur-Archiven


Wissenschaft Literatur Hörfunk Film Zeitung Als Literaturwissenschaftlerin schrieb sie theoretische Bücher und Essays. 1971 Dissertation über >Elias Canettis Roman Die Blendung< Themen: Landschaft und Erotik in der Literatur seit der Antike. Produktivitäts-Ästhetik (Kreativität). Wahrnehmen und Erinnern. Wissenschaftliche und erzählende Bücher / Literatur. Dokumentation und Spiel (Text & Regie)in Hörfunk & Fernsehen. Essays und Erzählungen in Anthologien und Zeitschriften. Einzelne Prosa übersetzt von amerikanischen, französischen, spanischen, holländischen Autoren.



Textauszüge aus Büchern siehe  www.autorenhessen-de Verband Deutscher Schriftsteller


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WASSERSCHIERLING. Seine Ohren gellten vom Hohnlachen der Bettina. Sag einmal Käsegesicht zu ihm, dann wird es eins, dann wird er eins. Er ist ja so sensibel, sensi-bel! Sie lachten. Das Lachen der Nachbarjungen vergaß er. Was bist du für ein süßes kleines Mädchen, sagten die Leute in Bettinas Kinderwagen hinein und streichelten sie. Sie schmiegte ihr Seidenköpf-chen mit den Babyhärchen in die streichelnden Hände, das tut gut, wer Streichelnden so entgegenkommt, wird wieder gestreichelt. Blickte mit schwimmenden Augen auf, auslieferungskokett. Wie hilflos sie ist. Was für ein schönes Kleines, sicher ein Mädchen? fragten die Leute in Magnus' Kinderwagen hinein, saugten an seinen verheißenden Traueraugen und streichelten ihn. Er schlug auf die Hände. Mädchen, Mädchen, gellte Bettina. Magnus ist immer ein Kind gewesen, das die Menschen schlug, die ihn streichelten, er war eine Kratzbürste. Er kommt eben ohne Liebe aus, er-zählt die Mutter der Studienkollegin. Wie das gekommen ist? Gar nicht ist das gekommen, das hat er mitgebracht auf die Welt. Ja, und dann war er auch schon immer so reinlich, keine halbe Stunde hielt ers im Sandkasten aus, dann lief er und wusch sich die Hände. Die Sandkörner unter den Fingernägeln, die könnte er nicht haben, sagte er. Er ist immer noch so reinlich, schön ist das. Er war stark, er brauchte die Menschen nicht. Bettina, die war eine Schmusekatze, die sah immer so hilflos aus mit ihrem schrägen Köpfchen und dem kleinen Kinn, da mußte jeder sie gernhaben. Mädchenmädchen Mädchenwimpern Magnusmädchenauge. Sag mal SchönfürnJungen, dann wird er ganz rot und wütig wie ein Truthahn. In-telligenzbestie, Turnniete, unsere Bettina ist der Junge, unser Sportsmä-del. Der mit seiner Musik. Warum hast du dich eingeschlossen? Was sind das für Moden, in unse-rem Haus bleiben die Türen offen. Ich weiß, was der macht, heimlich, soll ich dirs sagen? Der schreibt ein Tagebuch. Dichterdichter. Magnus saß am Schreibtisch, der Efeu verdunkelte das Fenster, Ranken ragten herein, eine lag immerfort am Rand des Heftes. Er sah ganz hinten in der Wiese hinter dem Wasserschierling den Teich, der jetzt wieder vol-ler Kaulquappen sein mußte, er würde nachher hingehen. Der Teich, vor dem er stand, in den er schaute, sooft er weglief, solange, bis er von dem Leben im Teich und rund um den Teich angesteckt wurde und nicht mehr hineinfallen wollte. Die Sonne wärmte die Efeublätter, das Gras und die Pflanzen, daß die ihren Duft hergaben, der in sein Zimmer zog. Ich habe das Gefühl, ganz umfangen zu sein. Gleich, wenn er dies zu En-de geschrieben hat, geht er hinaus, beugt sich wieder über den Teich, dann riecht er die Wässer, Zweige, Gräser des Tales um sich, das Tal atmet, er spürt sich gelebt, er will leben. Alles ein riesenhafter atmender Leib, der ihn anzieht und birgt. Sie alle gemeinsam durchwärmt vom blau-en Himmel. Liebesgefühl, sich in das Gras neben dem Teich zu werfen, was stören da die Ameisen. Er schreibt zu Ende. Verläßt das Zimmer, geht zum Teich. Sieht nicht, wie eine Hand aus dem Efeu angelt. Hört mal weiter: "Als wir nebeneinander in der zweiten Reihe im Theater saßen, rochen wir den Duft der Menschen auf der Bühne, wie sie schwitz-ten. Einmal lachten wir beide. Wir bogen die Köpfe seitwärts vor Lachen, auseinander , aufeinander zu. So daß ihrer auf meiner Schulter zu liegen kam, ich bog meinen darüber, klemmte ihn wie achtlos sekundenlang test, eine Zärtlichkeit, die sich jetzt gestand. Wenn die Knie sich angesto-ßen hatten zuvor, der Ellbogen, zitternd, herüberkam, mußte das immer als Zufall auszulegen sein. " Als Magnus vom Teich zurückkam, stand Bettina mit seinem Tagebuch in der Hand und las vor. Der Sonnenschein der Familie. Daß sie sich bogen vor Lachen. Unser Dichter ist verliebt! Bruno, Markus, Mathias, Maria, habt ihr Magnus und Bettina gesehen? Vater sucht im Dorf, Mutter sucht bei den Verwandten und Bekannten, Bruno sucht im Keller, Markus sucht auf dem Dachboden, Mathias sucht in den Kinderzimmern, Maria sucht im Garten. Maria ist klein, sie geht noch nicht zur Schule. Maria schreit. Alle lauten in den Garten. Magnus steht am Teich. Ein Bindfaden hängt aus seiner Hand. Er guckt in den Teich. Da liegt Bettina. Ihre Haare fließen über die Kaulquappen.